Abenteuer Drogenmystik

Ekstasen zwischen Erleuchtung und Tod

Bestimmte psychoaktive Substanzen, etwa LSD, lösen veränderte Bewusstseinszustände aus, die alles in den Schatten stellen, was Menschen bis zu diesem Zeitpunkt erlebt haben. Diese Zustände kulminieren unter günstigen Umständen in mystischen Gipfelerfahrungen und verändern das Leben der Betroffenen nicht selten tiefgreifend. Im Untergrund hat sich eine weitverzweigte Szene entwickelt, in der psychoaktive Substanzen systematisch zur Innenschau und zur spirituellen Suche genutzt werden. Doch die psycholytische so genannte „echte Psychotherapie“ im Untergrund ist in eine Sackgasse geraten. Als eher fragwürdige Ideologie ist es in ihrem Rahmen zu Todesfällen, Traumatisierungen und schweren gesundheitlichen Schädigungen gekommen – ein Thema das innerhalb der Szene ängstlich gemieden, hier jedoch erstmals dokumentiert wird. Ohne Rücksicht auf Tabus und Scheuklappen versucht das Buch das positive Potential psychoaktiver Substanzen wieder freizuschaufeln. Anschaulich erzählt es die Forschungsgeschichte, berichtet darüber, was als Bewusstseinserweiterung erfahren wird und unternimmt es, den Kern psychedelischen Erlebens herauszuarbeiten. Was ist wissenschaftlich gesehen darüber bekannt? Wie sind derartige Zustände zu deuten und zu bewerten? Welches ist der Gewinn für Erkenntnis und Lebensführung? Wo aber liegen die Gefahren und Abwege? Der Autor – selbst jahrzehntelanger Teilnehmer und Beobachter der Untergrundszene – plädiert dafür, jenseits ideologischer Verstiegenheiten eigene Wege im Umgang mit psychoaktiven Substanzen zu finden.

Gehirnwäsche oder Heilverfahren

Erfahrungen mit drogengestützten Psychotherapien

Verbreitet werden illegale Psychotherapien mit Drogen durchgeführt. Das Verfahren ist nicht ohne Risiko, vor wenigen Jahren kam es zu Todesfällen. Als Journalist nahm der Autor selbst an einer langlaufenden Gruppentherapie teil, mit überraschenden Verwicklungen. Nach Abschluss dieser Recherchen wurde die fragliche Psychotherapeutin von einer Patientin vor Gericht gebracht. Zu Letzterer nahm der Autor Kontakt auf und protokollierte auch ihre Geschichte. Sie illustriert ebenfalls, wo die Abwege der „psycholytischen Therapie“ - eines sonst vielversprechenden Verfahrens - beginnen.

Perfect Body

Körperkult, Schlankheitswahn und Fitnessrummel

Körperkult ist 'in'. Ganze Geschäftszweige leben davon. Gleichzeitig wurde der Körper aber auch noch nie so sehr gehaßt. Er ist ein zentrales Symbol allgemeiner Selbstdarstellung und zugleich für viele ein Feind, den man unbewußt vernichten möchte. In der Eßstörung – Magersucht und Bulimie – zeigt sich dieses Paradoxon in deutlicher Zuspitzung. Körperkult und Körperhaß entsprechen einer Lebensweise, in welcher der Markt die Regie über das Verhalten der Menschen übernommen hat. Die Körper sind Produkte dieser Totalisierung des Marktprinzips und repräsentieren durch ihre Zurichtung dessen Imperative. Schlank-sein um jeden Preis ist nicht nur ein betriebswirtschaftliches Konzept, sondern auch eine den Individuen aufgenötigte Devise. Wer nicht mitstrampelt im Diätrummel und der Trimm-Dich-Tretmühle, mindert seine Marktchancen, entgeht aber auch der Gefahr, seinen Körper in eine Ware zu verwandeln und damit letztlich in ein Artefakt.

Wege aus der Schulmisere

Plädoyer für eine pädagogische und
bildungspolitische Wende

Das deutsche Schulsystem passt nicht in eine Demokratie mündiger Bürger. Es erzieht zu Desinteresse und Passivität. Es benachteiligt die sozial Unterprivilegierten, hält »bildungsferne Schichten« von der Bildung fern, erschwert den Kindern der Zuwanderer die Integration und behinderten Schülern die Inklusion. Es verschwendet Steuergelder und ist ineffektiv. Trotzdem wird es von Konservativen mit Zähnen und Klauen verteidigt. Integrative Schulformen wie die Gemeinschaftsschulen werden als »Einheitsschulen« denunziert; das eindeutige Votum der Fachwissenschaften für diesen Schultyp wird ignoriert. Das Buch bietet Argumente für die schulpolitische Debatte. Es fordert eine kopernikanische Wende in Schulpolitik und Schulpädagogik. Statt Schülerinnen und Schüler zu blockieren, muss die Lernfreude von Kindern und Jugendlichen aktiviert werden. Individualisiert sind die Stärken jedes Einzelnen zu fördern und das in gleichem Ausmaß für alle Kinder. Der Blick auf Erfolge reformorientierter Schulen und ins Ausland zeigt, was möglich ist.

In blinder Wut

Amoklauf und Schule

Jugendliche Amokläufe sind „Rituale“: schwarze Kleidung, Pumpgun, Kopfschüsse. Sie werden durch Medien vermittelt, durch Killerspiele eintrainiert. Die Täter üben „Rache“ für den Verlust von Bindungen in einer Gesellschaft, die in erster Linie auf das Gegeneinander setzt und dies nicht zuletzt an Bildungseinrichtungen. Waldrich analysiert den seelischen Zustand der Amokläufer sowie die sozialen Kontexte, aus denen heraus „school shootings“ verständlich werden.

Der Markt, der Mensch, die Schule

Selektionsmaschine oder demokratische Lerninstitution

Wirkliches Lernen scheint auf Schulen oft eher verhindert als gefördert zu werden. Je mehr sich die Bildungseinsrichtungen auf den Markt ausrichten, desto weniger Chancen bestehen, diesen Zustand zu ändern.

Von wegen weiße Weste

Das Ende der Moral in der Kommerz-Gesellschaft

Wo bloß der Gewinn zählt, sind Recht und Moral nur noch hinderlich. Das Buch zeigt, wie Wirtschaftskriminalität zum Normalverhalten wird.

Der Staat

Das deutsche Staatsdenken seit dem 18. Jahrhundert

Das Buch zeigt unter anderem das Ringen um den demokratischen Staatsgedanken innerhalb einer obrigkeitsstaatlichen deutschen Tradition. Großer Quellenanhang.

Der Demokratiebegriff der SED

Ein Vergleich zwischen der älteren deutschen Sozialdemokratie und der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, mit einer Einführung von Iring Fetscher